Am 21.11. fand die Whispering Gallery zum 10. Mal statt! Somit haben wir das Bergfest erreicht und blicken auf viele wunderbare Begegnungen und inspirierende Momente zurück. Ganz herzlichen Dank an alle, die schon mitgewirkt haben – und eine erneute herzliche Einladung an alle, die uns noch kennenlernen möchten.

Am 21.11. waren wir eine muntere Runde aus Birmingham, Kiel, Berlin und Zürich. Nach einem kurzweiligen und aufschlussreichen Auftakt über imaginäre Freunde hat uns Frauke Godat in „Überlebensstrategien der Kulturbranche – Experimentierfelder der Kreativität“ eingeweiht. So viele bemerkenswerte Projekte, die größtenteils ‚aus der Not‘ ins Leben gerufen wurden, uns aber hoffentlich noch länger erhalten bleiben! Einige Beispiele gibt es übrigens wie nach jeder Gallery auf unserem „Find of the Day“-Board auf Miro (Zugangsdaten nach Anmeldung: welcome@whispering.gallery).

Die Beispiele reichten von neuen Formaten (as opposed to live streaming was man sonst auf der Bühne etc. gezeigt hätte) bis hin zu Trauerkultur im Digitalen. Wir haben gestaunt, eigene ‚good practice examples‘ geteilt, uns über den leichteren Zugang zu großartigen Angeboten ausgetauscht aber auch über die Herausforderung der Kulturbranche gesprochen, weiterhin wenigstens einen Teil der Kosten durch Einkommen reinzuholen, wenn so vieles ‚for free‘ ist.

Alles in allem waren wir – wenn ich das richtig erinnere – ganz glücklich und inspiriert von vielen neuen Möglichkeiten und auch der Akzeptanz, wenn mal nicht alles perfekt war. „Audiences still appreciated the effort“, ob nun Studierende oder Kulturinteressierte. Und interessanterweise bleiben gute Beleuchtung und stabiles wlan immer noch die größten Herausforderungen…

Zum Abschluss stellte uns Lisa Peter mit ihrem Impulsvortrag „Patriarchy and the Pandemic – Going Solo as a Feminist Necessity” pointiert strukturelle Hindernisse vor, denen Frauen im Kulturbereich (und leider auch an anderen Stellen) oft begegnen. Nicht alles, aber vieles hängt nun mal von der Unternehmenskultur und dem „leadership style“ ab – auch in der Kulturbranche und deren „Meritokratiemythos“ – und um das zu verändern braucht es neben dem Bewusstsein, dass etwas schief läuft, auch den Willen zur Veränderung und dem Einsatz von Zeit und Energie. Wir haben uns über Leadership Kulturen und Fragen unterhalten und uns über Managerinnen und Manager gefreut, die an ihre Arbeit mit der Frage herangehen, wie ihre Mitarbeitenden geführt werden möchten und wohin sie wollen. Nur muss ein Umfeld, in dem Menschen sich trauen zu sagen, was sie brauchen und was ihre Ziele sind, auch erst mal aktiv geschaffen werden.

Einige Coping Strategien hat Lisa auch erwähnt! Und darüber, wie der Ausbruch aus toxischen Strukturen gelingen kann und dass die Selbständigkeit neben vielen Herausforderungen auch großartiges Auslebe-, Verwirklichungs- und Experimentierpotential hat, hatten wir einen regen Austausch.

Wir freuen uns auf die nächste Whispering Gallery am 21. Dezember und planen etwas wunderbar Vorweihnachtliches. So stay tuned and meet us on the 21st!

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